Newsletter
5. Newsletter [207 KB]
erschienen (Juni 2010)
ZertSozial möchte den sozialen Produkten ein Profil geben. Der Begriff der „Dienstleistung" alleine ist uns nicht genug. Er signalisiert eher einen Prozess oder Verlauf als ein Produkt. Dienstleistungen scheinen keine Ziele und damit auch keine Ergebnisse zu haben. Natürlich steht vor jeder Dienstleistung ein Ziel und natürlich hat jede Dienstleistung auch ein Ergebnis, also ein Produkt. Es ist allerdings leichter, einen Verlauf zu beschreiben, dessen Ausgang und Wirksamkeit ungewiss ist. Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen müssen noch mehr Wert auf die Definition von Betreuungs-, Behandlungs-, Therapie-, Hilfe-, Bildungs-, Erziehungs- und Pflegezielen legen, wenn ihre Arbeit den Wert haben oder behalten soll, den sie beanspruchen. Wir haben z.B. die Erfahrung gemacht, dass die ISO 9000 und ihre Normen sich unter dem Aspekt von sozialen Produkten neu interpretieren lassen. Das hat auch Auswirkungen auf die QM-Systeme und Qualifikationen im Bereich Soziales, Gesundheit und Bildung.
Darüber hinaus hat dieser Newsletter wie alle anderen Newsletter auch das Ziel, über die Arbeit von ZertSozial und die seiner Kundinnen und Kunden zu informieren. Außerdem gibt es Tipps und Instrumente, die die Arbeit des Qualitätsbeauftragten erleichtern sollen. Willkommen sind alle Beiträge, die sich um das Thema Soziale Produkte und Qualitätsmanagement rund um Soziales, Gesundheit und Bildung drehen. Wir nehmen diese Beiträge auf oder verweisen auf die Stellen, wo sie eingesehen werden können. Schreiben Sie uns, wir werden gerne im nächsten Newsletter ihre Informationen aufnehmen, gerne auch wenn Sie in den Verteiler für weitere Newsletter aufgenommen werden wollen.
Regelmäßig werden im Newsletter die Systemzertifizierungen und die Namen der Personen, die als QM-Fachpersonal zertifiziert wurden, aufgelistet.
Archiv der erschienenen Newsletter
Qualität hat ihren Preis, Dr. Stephanie Scholz Qualität und Europa sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden, nicht zuletzt durch die hohe Bedeutung, die etwa der Verbraucherschutz auf der europäischen Ebene einnimmt. Im EG-Vertrag ist das politische Ziel enthalten, eine hohe Lebensqualität anzustreben, einen hohen Gesundheitsschutz und ein hohes Maß an sozialem Schutz, es gibt das europäische Qualitätsmanagementsystem der EFQM (European Foundation for Quality Management), das Europäische Komitee für Normung (CEN) – Normung trägt zur Messbarkeit von Qualität bei – und eine Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, die Ausnahmen beim freien Waren- und Dienstleistungsverkehr zulässt, wenn Gründe des Verbraucherschutzes oder der Gesundheit entgegenstehen – ebenfalls eine Art der Qualitätssicherung. ... mehr [100 KB]
QM-Modell ISO GBM 9001 Viele Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung wenden erfolgreich das Verfahren zur Gestaltung der Betreuung von Menschen mit Behinderungen (GBM) an. Dieses Verfahren strukturiert effizient und effektiv den Unterstützungs- und Assistenzprozess der Arbeit mit den Klienten. Eine Schwäche des GBM-Verfahrens ist allerdings, dass es den organisatorischen Gesamtprozess nicht angemessen unterstützt. Hier kommt die ISO 9001 ins Spiel. Die ISO 9001:2000(8) bietet bietet das systematische Gerüst, in das sich für die Gesamtorganisation das GBM-Verfahren einbinden lässt. Die Vereinigung dieser beiden Verfahren ergibt ein neues QM-Modell, dessen Anwendung für die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen große Gewinne hinsichtlich Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität bringt. Da die beiden Verfahren gut aufeinander abgestimmt sind, ist es in der Regel für die Anwender des GBM-Verfahrens relativ leicht, die fehlenden ISO 9001-Anforderungen zu integrieren. Vielfach sind etliche Teile der ISO-Anforderungen bereits erfüllt, ohne dass es den Einrichtungen bewusst ist. ZertSozial bietet in Kooperation mit erfahrenen Qualitätsmanagementbeauftragten in der Behindertenhilfe die Zertifizierung von Einrichtungen nach ISO GBM 9001 an. (Siehe auch Der Qualitätskreis ISO GBM 9001 [85 KB]
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Sterne für gute Pflege ZertSozial beteiligt sich als Prüfungspartner an dem Projekt "Sterne für gute Pflege". Ziel ist, bundesweit ein Bewertungssystem für Pflegeeinrichtungen im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich einzurichten, das den zukünftigen BewohnerInnen, PatientInnen und Gästen von Altenhilfeeinrichtungen eine Orientierung für die Wahl ihrer Einrichtung geben soll. Das Bewertungssystem orientiertiert seinerseits an dem Sternesystem für Hotels. Allerdings werden in das Bewertungssystem nicht nur die räumlichen und Dienstleistungsangebote einbezogen, sondern auch die Bewertungen von Heimaufsicht und Medizinischem Dienst (MDK) sowie weitere Bewertungen. In den Blick kommt selbstverständlich auch die Pflegequalität und die Qualität der hauswirtschaftlichen und der Speisenversorgung. Die Prüfungen sollen von ausgebildeten Prüfern vorgenommen werden. Das Projekt startete im Oktober 2007. Im Mai konnten die ersten vier Einrichtungen im Landkreis Heilbronn klassifiziert werden. Die Klassifikation wurde von Vertretern des Landesseniorenrates anlässlich des Landesseniorentages in Heilbronn überreicht. Das Projekt wurde initiiert vom Pflegenetz Heilbronn (www.pflegenetz-heilbronn.de). Einer ersten Bewertung werden sich insgesamt 11 Einrichtungen im Landkreis Heilbronn stellen. Siehe auch Sterne für die Altenhilfe - Grundinformation [114 KB]
(07/2007)
Zertifizierung und Europäischer Sozialfond (ESF) in den letzten Wochen erreichen uns zunehmend Anfragen nach ISO 9001-Zertifizierungen von Organisationen, die vom Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden (wollen) und die dafür ene Zertifizierung nachweisen müssen. Das betrifft z.B. Bildungsorganisationen, Jugendhilfeorganisationen, Behindertenhilfeorganisationen oder Beschäftigungsgesellschaften. Da unser Zertifizierungsschwerpunkt Organisationen mit ausdrücklich personenbezogenen Dienstleistungen, d.h. immateriellen Produkten sind, haben wir für diese Organisationen sowohl die richtigen Fragestellungen als auch die richtigen Auditorinnen und Auditoren.
Zertifizierungsschwerpunkt Einrichtungen für Kinder In den vergangenen Monaten konnte ZertSozial konnte fünf Zertifizierungen mit dem Schwerpunkt "Einrichtungen für Kinder" vornehmen: - das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Stuttgart - das Geburtshaus Stuttgart - das Geburtshaus Ammerbuch (Baden-Württemberg) - die Kindertagesstätte der Behindertenhilfen des DRK in Langen (Schleswig-Holstein) - das Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS) am Klinikum Wolfsburg (Niedersachsen) Für unseren Programmausschuss konnten wir Dr. Andreas Oberle, den Ärztlichen Direktor des Sozialpädiatrischen Zentrums am Klinikum Stuttgart gewinnen. Weitere Zertifizierungen in diesem Bereich sind vorgesehen.
Prüfung Schmerzmanagement In Kooperation mit dem DRK-Seniorenwohnstift Bad Friedrichshall wurde ein Konzept und ein Instrument zur Prüfung der organisatorischen Einbindung von Schmerzmanagement in eine Einrichtung der stationären Altenhilfe entwickelt. Basis des Konzepts und Instruments sind der Expertenstandard des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege und die Norm ISO ISO 9001:2000(8). Das Schmerzmanagement-Zertifikat [107 KB]
konnte bisher an eine Einrichtung vergeben werden. Das Fortbildungszentrum des VIA e.V. in Berlin (f.fritz@via-berlin.de) bietet eine Fortbildung für Organisationen der Pflege an, die sich für die Schmerzmangement-Zertifizierung fit machen möchten.
Corporate Governance Certificate Prof. Martin Beck veranstaltet an ausgewählten Orten in Deutschland interessante Tage der Sozialwirtschaft und Tage der Aufsichtsräte. ZertSozial konnte sich 2006 an drei Veranstaltungen (Nürtingen, Hannover und Göttingen) mit insgesamt 140 Führungskräften und Vertreterinnen und Vertretern von Aufsichtsgremien aus dem Bereich der Sozialwirtschaft beteiligen und das Corporate Governance Certificate Verfahren [89 KB]
vorstellen. Die Aufsichtsräte, Geschäftsführer und Vorstände hörten zwar aufmerksam zu, jedoch fand sich bis jetzt lediglich eine Handvoll GeschäftsführerInnen, die sich 2007 und 2008 nach dem CorpGov-Verfahren auditieren lassen wollen. Es handelt sich um die GeschäftsführerInnen von fünf Trägern in Berlin, die in Sachen CorpGov die Vorreiter sind.
ISO Pflege 9001:2000(8) Das Zertifizierungsverfahren ISO Pflege 9001 steht nunmehr fest und wird ab 2007 für die ambulante und stationäre Altenhilfe eingesetzt. Es verbindet die Vorgaben der ISO 9001:2000(8) und die Vorgaben des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung.
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